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Datum: 03.07.2026

Samtgemeinde Wathlingen bereitet sich weiter auf besondere Lagen vor

Wie kann die Samtgemeinde Wathlingen auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig bleiben? Mit dieser Frage beschäftigten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Bauhof, Klärwerk, DRK und dem KESS bei einem gemeinsamen Austausch auf dem Bauhof der Samtgemeinde.

Im Mittelpunkt des Treffens stand der aktuelle Sachstand der Vorbereitungen für mögliche Krisen- und Katastrophenlagen. Dabei wurde deutlich: Die Samtgemeinde setzt den regelmäßigen Austausch konsequent fort und arbeitet gemeinsam daran, bestehende Konzepte weiterzuentwickeln.

Ein wichtiger Baustein sind die bereits festgelegten Anlaufstellen für den Fall eines länger andauernden Stromausfalls oder anderer besonderer Lagen. Diese befinden sich im Dorfgemeinschaftshaus Großmoor, in der Schulsporthalle Adelheidsdorf sowie in den Rathäusern Nienhagen und Wathlingen. Inzwischen wurden weitere Voraussetzungen geschaffen, damit die Standorte im Bedarfsfall mit Strom und Wärme versorgt werden können. Darüber hinaus steht die Samtgemeinde im Austausch mit Funkamateuren, um zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten zu schaffen. Auch die Anschaffung von Satellitentelefonen wird derzeit geprüft.

Ein weiteres Thema war die Einbindung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Die Erfahrungen aus der Hochwasserlage haben gezeigt, wie wertvoll freiwilliges Engagement in Krisensituationen ist. Künftig soll über ein Erfassungsformular auf der Internetseite der Samtgemeinde ermittelt werden, welche Personen bereit sind, im Bedarfsfall zu unterstützen und welche besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten sie mitbringen. So sollen vorhandene Ressourcen besser sichtbar und im Ernstfall gezielt eingesetzt werden können.

Gemeindebrandmeister Herr Stantze informierte außerdem über die Entwicklung der Samtgemeindefeuerwehr. Aktuell engagieren sich 172 Einsatzkräfte in den Ortsfeuerwehren. Vorgestellt wurden unter anderem zwei neu beschaffte Fahrzeuge: ein modernes Tanklöschfahrzeug mit 4.000 Litern Löschwasser und spezieller Waldbrandausstattung für die Ortsfeuerwehr Adelheidsdorf sowie ein neuer Gerätewagen Logistik für die Ortsfeuerwehr Nienhagen. Beide Fahrzeuge erweitern die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr und stärken die Gefahrenabwehr in der Samtgemeinde.

Auch der Bauhof berichtete über aktuelle Maßnahmen. Neben der neuen Heizungsanlage stehen unter anderem die Erweiterung der Tankstelle, Anpassungen an der Elektroversorgung sowie weitere Investitionen in die Ausstattung auf der Agenda.

Im Rahmen des Austauschs wurden zudem weitere Ideen und Projekte vorgestellt. So wird die Möglichkeit einer Ladesäule für Einsatzfahrzeuge am Klärwerk geprüft. Außerdem stößt die in der Samtgemeinde entwickelte Versorgungskiste weiterhin auf großes Interesse – sowohl bei den Bürgerinnen und Bürgern als auch bei anderen Kommunen. Ergänzend bietet das KESS Familienzentrum regelmäßig Vorsorgeabende mit praktischen Übungen an.

Die regelmäßigen Treffen sollen auch künftig fortgesetzt werden. Ziel bleibt es, die Zusammenarbeit aller Beteiligten weiter zu stärken und die Samtgemeinde Wathlingen Schritt für Schritt noch besser auf besondere Lagen und Katastrophenfälle vorzubereiten.