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Datum: 23.10.2026

Planungsbüro beauftragt, Fördermittel gesichert: Samtgemeinde Wathlingen treibt Starkregenvorsorge voran. Untersuchung von Überflutungsgefahren und Entwicklung gezielter Schutzmaßnahmen

Die Samtgemeinde Wathlingen treibt die Vorsorge gegen Starkregenereignisse weiter voran. Mit der jetzt erfolgten Auftragsvergabe an das Ingenieurbüro ING Leiste aus Salzgitter beginnt die fachliche Erarbeitung eines kommunalen Starkregenvorsorgekonzeptes.

Von den rund 95.000 Euro Gesamtkosten werden 60.000 Euro durch Fördergelder abgedeckt, die die Samtgemeindeverwaltung erfolgreich eingeworben hat. Ziel ist es, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der kommunalen Infrastruktur zu entwickeln.

Die Hochwasserereignisse zum Jahreswechsel 2023/2024 haben gezeigt, wie wichtig eine vorausschauende Vorsorge ist. Die Samtgemeinde hat seitdem bereits verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht. Das neue Starkregenvorsorgekonzept soll diese Aktivitäten ergänzen und eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen schaffen.

„Wir wollen wissen, wo bei außergewöhnlich starken Regenfällen besondere Gefahren entstehen können und welche Maßnahmen helfen, Schäden möglichst zu vermeiden. Mit dem jetzt vergebenen Auftrag gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um die Vorsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger gezielt zu verbessern“, erklärt Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Sommer.

Gefahren erkennen und Schutzmaßnahmen entwickeln.

Das beauftragte Ingenieurbüro wird das gesamte Gebiet der Samtgemeinde mit den Mitgliedsgemeinden Wathlingen, Nienhagen und Adelheidsdorf untersuchen. Hierzu werden unter anderem Geländedaten, vorhandene Entwässerungssysteme und bisherige Überflutungsereignisse ausgewertet. Mithilfe computergestützter Berechnungen entstehen Starkregengefahrenkarten, die mögliche Überflutungsbereiche und besonders gefährdete Stellen aufzeigen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Wohngebieten, Straßen, Gräben und Durchlässen sowie wichtigen öffentlichen Einrichtungen wie Feuerwehren, Kindergärten und dem Klärwerk. Auf Grundlage der Untersuchung werden konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet und nach Wirksamkeit, Dringlichkeit und Umsetzbarkeit bewertet. Neben baulichen und technischen Maßnahmen spielen auch organisatorische Vorkehrungen und die Information der Bevölkerung eine Rolle.

Förderung und Zusammenarbeit.

Bereits 2025 hatte der Samtgemeinderat die Erstellung des Konzeptes beschlossen. Das Vorhaben wird durch die NBank und den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit mehr als 60.000 Euro gefördert. Die Umsetzung wird innerhalb der Samtgemeindeverwaltung gemeinsam von der Hochbau- und der Tiefbauabteilung begleitet. Auch die Feuerwehren, der Landkreis Celle und weitere Beteiligte sollen in die Erarbeitung einbezogen werden. Zudem sind Informations- und Beteiligungsangebote für Bürgerinnen und Bürger vorgesehen. Der Abschluss des Starkregenvorsorgekonzeptes ist bis Ende 2027 geplant.

„Starkregenereignisse lassen sich nicht verhindern. Wir können aber dafür sorgen, dass wir besser darauf vorbereitet sind. Deshalb investieren wir in eine sorgfältige Untersuchung und eine vorausschauende Planung. Unser Anspruch ist es, Risiken zu erkennen, sinnvolle Schutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen und die Menschen in unserer Samtgemeinde dabei mitzunehmen“, betont die Samtgemeindebürgermeisterin.

Über den weiteren Projektverlauf und wichtige Zwischenergebnisse wird die Samtgemeindeverwaltung  regelmäßig informieren.

Jonas Bauer

Klimaschutzmanager der Samtgemeinde Wathlingen