Inhalt
Datum: 11.06.2026

Kommunale Starkregenvorsorge: Samtgemeinde Wathlingen beteiligt sich an Förderprojekt des Landes Niedersachsen

Die Hochwasserlage im Winter 2023/2024 hat gezeigt, dass auch die Samtgemeinde Wathlingen von den Folgen von Stark- und Dauerregenereignissen betroffen sein kann. 

Dank des engagierten Einsatzes zahlreicher Helferinnen und Helfer sowie der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten die Herausforderungen damals erfolgreich bewältigt werden.

Die Samtgemeinde hat seitdem schon verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der kommunalen Infrastruktur umgesetzt. Dazu gehören unter anderem:

  • Seit 2024 laufende Überarbeitung des Grabensystems durch die Wiederherstellung und Optimierung der Grabenprofile
  • Erneuerung sanierungsbedürftiger Verwallungen entlang der Fuhse im Jahr 2026
  • Erneuerung und regelmäßige Wartung vorhandener Pumpwerke seit 2024
  • Fortlaufende Aktualisierung der Einsatz- und Alarmpläne für den Katastrophenschutz in enger Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Klärwerk und weiteren beteiligten Stellen

Um künftig noch besser auf extreme Wetterereignisse vorbereitet zu sein, beteiligt sich die Samtgemeinde Wathlingen nun an einem Förderprojekt des Landes Niedersachsen zur Erstellung eines kommunalen Starkregenvorsorgekonzeptes. Das Projekt wird durch das Land Niedersachsen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gefördert.

Ziel des Konzeptes ist es, Risiken durch Starkregenereignisse systematisch zu analysieren und geeignete Vorsorge- und Handlungsmaßnahmen zu entwickeln. Dadurch soll sowohl die Verwaltung als auch die Bevölkerung künftig noch besser auf mögliche Krisensituationen vorbereitet werden. Gleichzeitig entsteht ein klarer Handlungsleitfaden für den Ernstfall.

Für die Erarbeitung des Konzeptes wird die Samtgemeinde mit einem spezialisierten Ingenieurbüro zusammenarbeiten und zusätzlich auf externes Fachwissen zurückgreifen. Im Rahmen des Projektes werden verschiedene Starkregenszenarien untersucht und daraus konkrete Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Schadensminderung abgeleitet.

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes wird zudem die Erstellung einer Starkregenhinweiskarte sein. Diese soll Bürgerinnen und Bürgern künftig einen besseren Überblick über mögliche Gefährdungen geben. Darüber hinaus wird eine vertiefende Fassung für Einsatzkräfte und weitere Akteure des Krisenmanagements zur Verfügung stehen.

Begleitet wird das Projekt innerhalb der Samtgemeinde durch Mitarbeitende der Hoch- und Tiefbauabteilung. Durch die enge Zusammenarbeit beider Fachbereiche fließen umfangreiche Kenntnisse der örtlichen Infrastruktur und der kommunalen Gegebenheiten in die Konzepterstellung ein.

Mit der Teilnahme am Förderprojekt setzt die Samtgemeinde Wathlingen einen weiteren wichtigen Baustein für eine zukunftsorientierte und vorausschauende Klimaanpassung um. Ziel ist es, die Sicherheit der Bevölkerung zu stärken und die Widerstandsfähigkeit der kommunalen Infrastruktur gegenüber den Folgen zunehmender Extremwetterereignisse weiter auszubauen.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Jonas Bauer unter der Telefonnummer: 05144 491 84.