Inhalt
Datum: 16.10.2026

Gemeinsam vorbereitet für den Ernstfall: Austausch zum Katastrophenschutz in der Samtgemeinde Wathlingen

Wie gut eine Gemeinschaft durch schwierige Situationen kommt, hängt nicht allein von einzelnen Einsatzkräften oder technischer Ausstattung ab.

Entscheidend ist auch, dass die richtigen Menschen miteinander im Gespräch bleiben. Genau darum ging es bei einem Austausch zum Thema Katastrophenschutz, zu dem sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen und Einrichtungen der Samtgemeinde Wathlingen am 6. Oktober im KESS Nienhagen getroffen haben.

Beteiligt waren unter anderem Feuerwehr, Polizei, DRK, DLRG, THW und weitere Akteure aus der Samtgemeinde. Im Mittelpunkt standen Fragen der Vorsorge und der Zusammenarbeit. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Themen sind, mit denen sich die Beteiligten auseinandersetzen – von der Trinkwasservorsorge über die Ausstattung von Anlaufstellen bis hin zu Kommunikationsmöglichkeiten im Krisenfall.

Ein Schwerpunkt des Treffens war die Trinkwasservorsorge mit einem Vortrag der Fachberaterin Fr. Klose des THWs. Dabei wurde deutlich, welche Herausforderungen im Krisenfall entstehen können, wenn die reguläre Wasserversorgung ausfällt. Besprochen wurden unter anderem die notwendigen Mengen, mögliche technische Lösungen zur Aufbereitung und Bereitstellung von Trinkwasser sowie die Frage, wie solche Anlagen im Ernstfall betrieben und geschützt werden können. Auch einfache Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge, etwa geeignete Filter für den Hausgebrauch, wurden angesprochen.

Samtgemeindebürgermeisterin Sommer betonte die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs. „Gerade im Katastrophenschutz ist es wichtig, nicht erst miteinander zu sprechen, wenn bereits etwas passiert ist. Solche Treffen schaffen Verständnis füreinander, machen sichtbar, wo wir gut aufgestellt sind und wo wir noch genauer hinschauen müssen.“

Auch konkrete Vorhaben für die Zukunft wurden angesprochen. So ist für den 5. Juni 2027 ein „Tag der Helfer“ in Nienhagen geplant. Dort sollen sich verschiedene Organisationen vorstellen und der Bevölkerung zeigen, wie vielfältig Hilfe und Vorsorge in der Samtgemeinde aufgestellt sind.

Dabei beginnt Vorsorge nicht erst bei den Einsatzkräften oder in den Verwaltungen. Auch jeder private Haushalt kann einen wichtigen Beitrag leisten. Ein gewisser Vorrat an Trinkwasser und Lebensmitteln, eine kleine Notfallausstattung und das Wissen darüber, was im Ernstfall zu tun ist, können helfen, die ersten Stunden oder Tage einer Ausnahmesituation selbstständig zu überbrücken. Für Sommer gehört deshalb beides zusammen: „Katastrophenschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir brauchen gut vorbereitete Strukturen und engagierte Helferinnen und Helfer – aber genauso wichtig ist es, dass auch die Menschen zu Hause ein Stück weit für sich selbst vorsorgen. Gute Vorsorge gibt Sicherheit und entlastet im Ernstfall zugleich die Einsatzkräfte.“