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Runder Tisch gegen häusliche Gewalt im Landkreis Celle

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt wurde im Mai 2002 auf Initiative der Polizeiinspektion Celle gegründet. Hintergrund war unter anderem die Einführung des Gewaltschutzgesetzes. Seitdem engagieren sich Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Justiz, Polizei, Soziales sowie Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege gemeinsam für den Schutz von Betroffenen häuslicher Gewalt.

Ziel des Runden Tisches ist es, das Thema häusliche Gewalt institutionsübergreifend zu bearbeiten, Hilfsangebote sichtbar zu machen und den aktiven Opferschutz nachhaltig zu stärken. Ein wichtiger Meilenstein war die Gründung des Celler Interventionsprojektes (CIP) im Jahr 2005.

Das CIP entwickelt und fördert Interventionsmöglichkeiten für gewaltausübende Männer und orientiert sich dabei an Erfahrungen und Erkenntnissen aus nationalen und europäischen Projekten. Die Ansätze werden gezielt an die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort angepasst.

Durch enge Vernetzung, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, Fachveranstaltungen und regelmäßigen Austausch trägt der Runde Tisch dazu bei, die Situation von Betroffenen häuslicher Gewalt zu verbessern und das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Darüber hinaus werden regelmäßig Informations- und Fachveranstaltungen zum Thema häusliche Gewalt durchgeführt.

Der Runde Tisch trifft sich viermal jährlich. Die Organisation und Koordination der Treffen erfolgt im Wechsel durch die Beratungsstelle des Landkreises Celle für Eltern, Kinder und Jugendliche, die Gleichstellungsbeauftragten von Landkreis und Stadt Celle sowie die Polizeiinspektion Celle. Gemeinsam verantworten die Beteiligten auch die begleitende Öffentlichkeitsarbeit.

Alle Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Celle sind Mitglieder des Runden Tisches. Sie werden durch eine ausgewählte Gleichstellungsbeauftragte vertreten.

28.05.2026