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Datum: 08.01.2026

Vorsorge für den Ernstfall: Samtgemeinde Wathlingen informiert über großflächige Stromausfälle

Der aktuell bekannt gewordene Stromausfall in Berlin macht deutlich, wie stark das tägliche Leben, die Kommunikation und die Versorgung der Bevölkerung von einer funktionierenden Stromversorgung abhängen. Auch wenn die Samtgemeinde Wathlingen derzeit nicht betroffen ist, nimmt sie dieses Ereignis zum Anlass, ihre Bürgerinnen und Bürger über die bestehende Vorsorge für einen möglichen großflächigen und länger andauernden Stromausfall (Blackout), auch mittels eines Flyers, zu informieren.

Ein Blackout bezeichnet einen unerwarteten, großflächigen Stromausfall, der über mehrere Stunden oder sogar Tage andauern kann und bei dem keine kurzfristige Wiederherstellung der Stromversorgung absehbar ist. In einem solchen Fall wären neben Licht und Heizung auch Telefon, Mobilfunk, Internet, Geldautomaten, Tankstellen und viele weitere Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens erheblich eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzbar. Gerade diese Kettenreaktionen stellen für die Bevölkerung wie auch für die Verwaltung eine besondere Herausforderung dar.

Um für einen solchen Ernstfall vorbereitet zu sein, hat die Samtgemeinde Wathlingen ein Blackout-Konzept erarbeitet. Oberste Priorität haben dabei der Schutz von Leben und Gesundheit, die Aufrechterhaltung grundlegender Verwaltungs- und Versorgungsstrukturen sowie eine verlässliche Information und Unterstützung der Bevölkerung.

Im Falle eines länger andauernden Stromausfalls richtet die Samtgemeinde unverzüglich einen Krisenstab ein. Der Krisenstab koordiniert alle notwendigen Maßnahmen, bewertet fortlaufend die Lage, stimmt sich eng mit dem Landkreis Celle sowie den Organisationen des Katastrophenschutzes ab und trifft Entscheidungen zu Schutzmaßnahmen, Versorgung, Betreuung und – falls erforderlich – Evakuierungen.

Da bei einem Blackout davon auszugehen ist, dass Telefon und Internet nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung stehen, richtet die Samtgemeinde Wathlingen in einem solchen Fall vier Informationsstellen ein. Diese dienen als persönliche Anlaufpunkte für Bürgerinnen und Bürger, um verlässliche Informationen zur aktuellen Lage zu erhalten, Hinweise zu geben und Unterstützung bei der Selbsthilfe zu bekommen. Die Informationsstellen ersetzen keine Notrufe, tragen aber dazu bei, Unsicherheit zu reduzieren, Gerüchten entgegenzuwirken und den Informationsfluss aufrechtzuerhalten.

Die Informationsstellen befinden sich an folgenden Standorten:

  • Adelheidsdorf: Dorfgemeinschaftshaus Großmoor, Hauptstraße 161 A
  • Adelheidsdorf: Schulsporthalle, Schulstraße 1
  • Nienhagen: Rathaus Nienhagen, Dorfstraße 41
  • Wathlingen: Rathaus Wathlingen, Am Schmiedeberg 1

Dort erhalten Bürgerinnen und Bürger geprüfte und aktuelle Informationen zur Lage, Hinweise zum richtigen Verhalten, zur Nachbarschaftshilfe sowie Informationen über mögliche Unterstützungsangebote. Die Informationsstellen sind keine Ausgabestellen für Lebensmittel, Wasser, Medikamente oder Kraftstoff, sondern dienen der Information, Orientierung und Koordination.

Die Samtgemeinde Wathlingen möchte ihre Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich in ruhigen Zeiten ein wenig mit dem Thema Vorsorge zu beschäftigen. Schon einfache Maßnahmen können im Ernstfall helfen – dazu zählen beispielsweise ein kleiner Vorrat an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln, eine Taschenlampe oder ein batteriebetriebenes Radio. Ebenso wertvoll ist ein achtsamer Blick auf das eigene Umfeld: Nachbarschaftliche Unterstützung und gegenseitige Hilfe leisten in außergewöhnlichen Situationen einen wichtigen Beitrag dazu, Herausforderungen gemeinsam gut zu bewältigen.

Der Stromausfall in Berlin verdeutlicht, dass Vorsorge kein theoretisches Thema ist – sondern eine wichtige Aufgabe für Verwaltung und Bevölkerung gleichermaßen.

Die Flyer liegen in den Rathäusern Nienhagen und Wathlingen aus.